XO – Sample-Verwaltung und Drumcomputer

Persönlich verliere ich manchmal den Überblick über meine ganzen Sample Libraries.

Hier kommt XO ins Spiel. XO sammelt Informationen über vorhandene Samples und visualisiert sie in Form einer Map.

Dabei spielt es keine Rolle, an welchem Ort die Samples gespeichert sind. Selbst Cloud-Verzeichnisse lassen sich hinzufügen und überwachen.
Das wirklich „coole“ an der Sache ist, anhand der Map lässt sich erkennen welche Samples gut zusammen harmonieren. Unterschiedliche Farbmarkierungen zeigen an um welche Instrumentenkategorie es sich handelt (Kicks, Toms, Snares etc.).

XO ist auch ein Drummi

Wenn ein Programm alle deine Samples kennt, dann liegt es eigentlich auf der Hand auch einen Sequenzer zu integrieren und der ist bei XO richtig gut. Der kann sich durchaus mit dem Drumcomputer von Sugar Bytes messen.

Was XO noch fehlt, ist ein erweiterter Pattern Mode (Song Mode). Bislang kann XO nur zwei Pattern –  A/B und AAAB. Aber der soll wohl noch kommen. Auch wäre es schön, wenn XO einen Probability Faktor hätte (Wahrscheinlichkeit, wie oft eine Note gespielt wird). Das ist nicht mit der Zufallsfunktion zu verwechseln, die es bei XO selbstverständlich gibt.

Eine Mischung aus XO und Sugar Bytes Drumcomputer wäre der absolute Traum. Mal sehen, wie sich das alles entwickelt und was uns XO in Zukunft noch präsentieren wird.

Fazit

Persönlich bin ich total in „Love“ mit XO. Die Mischung aus Drumcomuter und Sample-Verwaltung ist einfach fantastisch. Das Experimentieren macht unheimlich viel Spaß, gerade auch, weil XO alle deine Samples kennt.

Ich habe XO im Sale für 105 Euro gekauft. Der reguläre Preis beträgt 179.95 € – nicht gerade ein Schnäppchen. Es gibt aber auch eine Lite-Version für 119.95 Euro. Die kann allerdings nur zwei Dateiformate (WAV und AIFF) verarbeiten, ist in den Exportformaten sehr eingeschränkt und nette Features wie der Live Filter mode, Multible outputs und Shortlist etc. fehlen.

Wenn man einfach nur einen wirklich guten Drumcomputer sucht, dann schaut man mal bei Sugar Bytes vorbei. Eigentlich enthält fast jede DAW einen Drumcomputer – nur hat der selten den Funktionsumpfang externer Lösungen. Wer ausschließlich auf „Sample-kleben“ steht, braucht natürlich keinen Drumcomputer. Ich mache das auch ganz gern, nur lasse ich mich durch eine „Rhythmusmaschine“ häufig inspirieren.

Wer aber eine Sample-Verwaltung sucht, die auch noch drummen kann, sollte sich XO von XLN Audio ruhig mal anschauen.

Deep Dive into XO mit Baphometrix

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Kleine Demo von mir (nicht gemastert)

#Keine Werbung. Ich wurde weder von XLN noch von Sugar Bytes für diesen Beitrag bezahlt.

Andreas

Nicht mehr so ganz knackig, macht was mit Audio, ist Gamer und mag Gadgets.

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