Über den Author

Andreas


Hi, mein Name ist Andreas. Ich bin Gründer dieses Blogs.

Ich bin ein Kind der 80er Jahre. Mein erster Rechner war ein Commodore 64. Auf dem habe ich viel gespielt, aber auch in Basic (LUL) programmiert. Später zog dann ein/eine Amiga 500 bei mir ein und veränderte nachhaltig mein Leben. Ich kam mit Sound-Trackern in Kontakt und das ließ mich nie mehr los. Bis heute bin ich der Produktion von elekronischer Musik sehr zugetan. Besonders liebe ich Sounddesign und atmosphärische Klänge.

Meine ersten Schritte in die Online-Welt beging ich mit einem 300 Baud Akustikkoppler (nicht induktiv). Husten durfte man nicht haben, denn das brachte wilde Zeichen auf den Röhrenmonitor. Später gab es dann induktive Akustikkoppler mit 1200 Baud, da durfte man dann auch mal husten. Irgendwann erblickte das erste Modem das Licht der Welt und ich betrieb mit einem Freund zusammen eine Mailbox. Die war dann auch Teil des FidoNet. Das waren die Anfänge eines dezentralen Netzwerks, das später durch das Internet verdrängt wurde.

Anfänglich war der Zugang zum Internet für Privathaushalte nicht ganz einfach, denn Provider gab es kaum. Radio und Fernsehgeschäfte entdeckten da ein Geschäftsmodell und vermieteten ihren Zugang zum Internet für sehr viel Geld. Man kann sich in etwa vorstellen wie toll das lief, wenn sich alle Kunden eine Leitung geteilt haben. Der große Witz daran ist, Kabelinternet funktioniert heute noch so ähnlich. Auch musste man sich mit dem Protokoll PPPoE näher auseinandersetzen. Router anschließen und einfach loslegen ging damals nicht.

Später kamen dann Anbieter wie Compuserve und AOL auf den Markt, die den Zugang zum Internet vereinfachten. Das freie Internet, so wie wir es heute kennen, sah man mit diesen Zugangsanbietern aber kaum. Sie erschufen die ersten walled gardens, ähnlich wie Facebook & Co heute.

Irgendwann verabschiedete ich mich aus diesem System und stellte selber Seiten ins Internet. Anfangs noch einfache HTML-Seiten, später dann Internetforen. Alles hat seine Zeit, und als Foren nicht mehr so attrakktiv waren stieg ich aufs Bloggen um.

Heute sind Weblogs nicht mehr so attraktiv, da sich alles auf Social Media Plattformen abspielt. Text ist auch nicht mehr so beliebt, da Videoangebote und Ton einfacher zu konsumieren sind. Trotzdem halte ich noch am Bloggen fest, denn ich habe AOL und Compuserve erlebt. Ich möchte nicht Teil der Aufmerksamkeitskultur sein, die in irgendwelchen walled gardens runhängt und das Gefühl hat unfassbar wichtig zu sein – nur weil man viele Follower hat. Mich interessiert das überhaupt nicht. Mir ist auch egal ob dieses Blog Reichweite hat oder nicht, für mich ist das Hobby und Spaß. Ich gehöre auch noch zu der Generation, die für Hobbys Geld ausgegeben hat und nicht erwartet mit seinem Hobby Einnahmen zu generieren. Für mich war Plattformunabhängigkeit immer wichtig, da bietet sich ein selbst gehostetes Weblog geradezu an.

Im Bereich Social-Media finde ich nur bei Mastodon statt. Twitter und Co sind für mich ein großes übel. Das Fediverse ist für mich in etwa das, was ich damals als Mailboxbetreiber im FidoNet erlebt habe. Ein dezentrales Netzwerk, betrieben von vielen Personen, die da viel Herzblut, Geld und Freizeit reinstecken und keine Gegenleistung verlangen. Alles ganz anders, als das mittlerweile kaputte WWW.