Mehr Rechte: Wenn das Internet langsam ist.

Breitbandmessung

Seit heute, den 13.Dezember 2021, hat man als Internetnutzer gegenüber seinem Provider mehr Rechte.

Grundlage dafür ist das neue Telekommunikationsgesetz. Sollte der Internetzugang zu langsam sein, dann kann man als Verbraucher nun viel einfacher als vorher Kürzungen der Zahlungen oder ein Sonderkündigungsrecht durchsetzen.

Je nach gebuchter Leistung gibt es eine Mindestanforderung, die vom Provider erfüllt werden muss. Mal Angenommen, man bucht eine 100 MBit Leitung und kann nur 40 MBit nutzen, dann sind die Mindestanforderungen definitiv nicht erfüllt.

Bevor man als Verbraucher allerdings einen Preisnachlass oder eine Sonderkündigung einfordern kann, muss man die Minderleistung nachweisen. Das funktioniert mit der App Breitbandmessung, die seit heute in einer neuen Version für die gängigen Betriebssysteme vorliegt.

Mit einer Messung ist es allerdings nicht getan. Man muss insgesamt 30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen durchführen. Dabei wird ein Mindestabstand von jeweils einem Kalendertag zwischen den Messtagen sowie eine Verteilung der Messungen über den Messtag vorausgesetzt.

Dazu die Bundesnetzagentur

Voraussetzungen für eine Minderung

Die Regelungen der Allgemeinverfügung sehen vor, dass Verbraucher für den Nachweis einer Minderleistung insgesamt 30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen durchführen müssen. Dabei wird ein Mindestabstand von jeweils einem Kalendertag zwischen den Messtagen sowie eine Verteilung der Messungen über den Messtag verankert.

Für die Annahme einer minderungsrelevanten Abweichung bei der minimalen Geschwindigkeit reicht es, wenn an zwei von drei Messtagen die minimale Geschwindigkeit unterschritten wird. Für die maximale Geschwindigkeit ist eine Minderleistung gegeben, wenn an zwei von drei Messtagen 90 Prozent des Maximums nicht einmal erreicht werden. Bei der normalerweise zur Verfügung stehenden Geschwindigkeit liegt eine Abweichung vor, wenn diese nicht in 90 Prozent der Messungen erreicht wird.

In einer Handreichung stellt die Bundesnetzagentur zudem konkrete Vorgaben zum Nachweisverfahren bereit.

Meine Vermutung: Da wird bei den Interntprovidern ordentlich die Post abgehen.

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