Jo, wenn man sich einfach mal so aus seinem iPad aussperrt

iPad und Mac

Image by William Iven from Pixabay

Mein iPad Pro schaltete plötzlich nicht mehr zwischen Lautsprecher und Kopfhörer um, von daher musste ich alle Einstellungen zurücksetzen. Das Problem wurde behoben, allerdings wird dann auch der Entsperrcode inklusive der biometrischen Daten (Touch- oder Face ID) gelöscht.

Nun ja, kein Problem – einfach neu anlegen und fertig.

So schön ich die Quicktype-Tastatur auf dem iPad auch finde, passiert es mir manchmal das ich zu schnell streiche und das ein ! dann doch ein , ist oder eine 1 ein q. Tja, das muss mir wohl auch beim Einrichten des Entsperrcodes passiert sein – trotz doppelter Abfrage. Auf jeden Fall akzeptierte mein iPad mein gerade angelegtes Passwort nicht.

Bei mehrfach falscher Passworteingabe deaktiviert sich das iPad erst mal für eine Minute. Bei erneuter Falscheingabe dann 15 Minuten usw. Deaktiviert bedeutet dann leider auch, dass man es über icloud.com überhaupt nicht mehr erreicht.

Letztendlich bleibt einem dann nur die Möglichkeit das iPad in den DFÜ-Modus zu versetzen und es über iTunes total platt zu machen. Für Mac-User sicherlich kein Problem, aber für Nutzer von Windows 10 kann sich das zum Alptraum entwickeln.

Da ich iTunes nicht auf meine Audioworkstation loslassen wollte, versuchte ich das Programm auf meinem Laptop zu installieren. Apple verweist diesbezüglich auf den App-Store von Windows. Dieser war aber der Meinung, dass mein Rechner iTunes nicht unterstützt. Bitte was? Nun ja, um es abzukürzen – iTunes unter Windows brachte mich nicht weiter.

Den „Arsch“ hat mir letztendlich mein alter iMac aus dem Jahr 2012 gerettet. Das Ding stand 8 Jahre lang im Keller und war sofort betriebsbereit. Es meldete sich Mountain Lion, mit einer total veralteten iTunes-Version.

Um mit einem Mac die neuste iOS-Version auf einem iPad installieren zu können benötigt man mindestes OS X El Capitain und die neuste Version von iTunes. Nach einigen Updates konnte ich mein iPad dann wieder zum Leben erwecken – phuuu.

Was sich hier wie ein Lobgesang auf Apple anhört soll keiner sein.

Letztendlich war es aber ganz interessant zu erleben wie sich der Ernstfall anfühlt, wenn man z.B. sein iPhone verliert. Wer als Entsperrcode nicht gerade 1234 wählt braucht nicht ganz soviel Angst davor zu haben das Finder oder Diebe Zugriff auf die auf dem Device gespeicherten Daten erhalten.

Ob man als Windows-Nutzer gut im Apple-Universum aufgehoben ist stelle ich allerdings in Frage. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Andreas

Nicht mehr so ganz knackig, Audiofreak, ehemaliger Mailbox- und Forenbetreiber.

Vielleicht gefallen Dir auch folgende Beiträge ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.