Facebook-Account für VR-Brillen von Oculus wird zur Pflicht.

Oculus

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Neue Nutzer der VR-Headsets von Oculus benötigen ab Oktober 2020 einen Facebook-Account.

Wer bereits über einen Oculus-Account verfügt, kommt vorübergehend um die Facebook-Pflicht herum – allerdings nur bis Ende 2022. Bis dahin kann man die Brillen ohne Einschränkungen nutzen.

Ab dem 1. Januar 2023 endet dann der offizielle Support für Oculus-Konten. Die VR-Headsets können zwar weiterhin mit diesen Accounts genutzt werden, nur wird ihnen dann nicht mehr der komplette Funktionsumfang zur Verfügung stehen. Alle künftigen Geräte von Oculus setzten dann zwingend einen Facebook-Account voraus.

In einer Pressemitteilung schreibt Oculus, dass mehr soziale Funktionen über Facebook in VR integriert werden sollen. Zudem soll die Maßnahme den Nutzern erlauben, leichter Freunde zu finden um mit ihnen gemeinsam zu spielen. Weiterhin könne man den Nutzern durch die Integration in Facebook mehr Tools für Sicherheit und Datenschutz bieten.

Hahahaha, mehr Tools für Sicherheit und Datenschutz – was für ein Brüller.

Facebook erfasst Informationen über die Verwendung von VR, sobald sich ein Nutzer über sein Facebook-Konto bei Oculus anmeldet. Laut Facebook soll das natürlich nur die Nutzererfahrung verbessern und ähm, ja, auch ein bisschen dazu dienen personalisierte Werbung auszuliefern – die wir ja alle so lieben.

Ich weiß ja nicht ob bei Mark Zuckerberg der Helm brennt, aber nach den zahlreichen Facebook-Skandalen der letzten Jahre dürfte das Vertrauen in das Social Network extrem gesunken sein.

Mehr VR in sozialen Netzwerken wäre sicherlich spannend, nur dann müsste Datenschutz in Verbindung mit Privatsphäre gewährleistet sein, was man von den Big Five nicht bekommen wird, da ihre Geschäftsmodelle nie darauf aufgebaut waren.

Den Betrieb einer VR-Brille an ein Social Network zu knüpfen ist meiner Meinung nach schon eine echte „Arschlochaktion“. Wer neu kaufen will, hat noch die Entscheidungsfreiheit. Besitzer älterer Modelle müssen sich dann entscheiden, ob sie einen Facebook-Account haben möchten oder ihr Brille in den Lokus werfen.

Hätte ich Lust auf VR, dann bliebe mir als PC-Zocker eigentlich nur die HTC- Vive.

Mit Produkten aus dem Hause Zuckerberg möchte ich persönlich nichts zu tun haben und das ist im Internet leider nicht einfach, da viele Websites irgendein Scheiß aus dem Netzwerk einbauen. Das gilt natürlich auch für Google & Co, aber das ist ein anderes Thema.

Ich habe ja auch Buttons zum Teilen meiner Beiträge über soziale Netzwerke.
So ganz frei kann ich mich da nicht sprechen, gerade auch weil ich meine Blogposts auf Twitter veröffentliche. Aber immerhin ist jeder Besucher hier anonym unterwegs und wird nicht getrackt.

Nun ja, vielleicht schleife ich etwas an meinen Brillengläsern rum.
Vielleicht bekomme ich dann auch die volle VR-Dröhnung 🙂

Andreas

Nicht mehr so ganz knackig, Audiofreak, ehemaliger Mailbox- und Forenbetreiber.

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