Brot ist ja auch ein Arschloch

Niemals Brot in den Kühlschrank legen skandieren Foodblogger, aufgeregte Twitterer und vielleicht auch Rechtsmediziner. Durch die Feuchtigkeit im Kühlschrank fängt das Brot schneller an zu Schimmeln.

Es ist schon komisch. Wir assoziieren Kälte häufig mit Feuchtigkeit, dabei ist Kälte nur der Zustand einer geringeren Temperatur und in der Kältetechnik ein Zustand einer Temperatur unterhalb der Umgebungstemperatur.

Eigentlich trocknet ein Brot im Kühlschrank schneller aus, Wasserski wird es da aber nicht fahren. Sollten Käse und Joghurt in eurem Kühlschrank Schlittschuhlaufen, dann habt ihr ein Problem mit Kondenswasser, da die Verdunstung über den Kompressor nicht mehr ausreicht. Ist nicht gut, aber sicherlich schön anzusehen.

Das interessiert das Brot aber nicht, denn es ist von seiner Natur her schon extrem aggressiv. Kein Wunder, denn es besteht aus durch Mahlen gepeinigter Getreidearten, die zudem noch durch eine Hitzehölle geschickt wurden. Das uns unsere Brote liebend gern den „Schimmelfinger“ zeigen, scheint die logische Konsequenz daraus zu sein.

Ich könnte mein Brot sozialpädagogisch betreuen oder mit ins Bett nehmen, spätestens nach 5 Tagen ist Ende im Gelände – egal wo ich es lagere. Vielleicht tue ich dem Brot auch unrecht. Es kann sein, dass es sehr geschwächt ist und Schimmelpilze ein leichtes Spiel haben.

Aber es gibt Rettung von Seiten der Industrie. Geschnittenes Brot in Tüten, das sogar einen Atomkrieg überleben würde. Mit einigen Scheiben Schwarzbrot könnte man sich nicht nur die Zeit im Bunker versüßen, man könnte damit sogar Feinde abwehren. Die Brotscheiben werden dermaßen hart, dass man sie auch als Waffe einsetzen kann.

Ganz ehrlich, irgendwie habe ich den Hals von Backmischungen, Brot vom Bäcker( meistens auch nur noch industrielle Backmischungen), Tütenbrot & Co wirklich voll. Vielleicht verzichte ich ganz auf Brot. Dann können die Schimmelpilze sehen wo sie bleiben 🙂

Andreas

Nicht mehr so ganz knackig, Audiofreak, ehemaliger Mailbox- und Forenbetreiber.

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